Der „ […] [größte] Betrug, der jemals an der Welt begangen wurde“ ist, wie Donald Trump kürzlich vor der UN Vollversammlung beschrieb, „der Klimawandel“. Wie können wir, wenn einer der aktuell mächtigsten Männer der Welt solche Fake News verbreitet, noch für Klimaschutz einstehen?
Um uns weiterzubilden und neue Motivation zu bekommen sind wir, die Klimabotschafter, zusammen mit Frau Meinhardt und Herrn Hollstein am Mittwoch, den 24. September, zu acht nach Hamburg gefahren. Der Einladung der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW) folgend, sind wir auf das Symposium zu Ehren des 85. Geburtstages von Prof. Dr. Hartmut Graßl gegangen. Auf diese Möglichkeit hat uns die Umweltorganisation Green City e.V. hingewiesen, mit der wir schon lange zusammenarbeiten. Die VDW hat am Vormittag zu Workshops und am Nachmittag zu Vorträgen und Diskussionen eingeladen. Damit wir möglichst viele Themenbereiche der angebotenen Workshops abdecken können, haben wir uns aufgeteilt. In dem Workshop „Energiewende mit Herz und Hirn - wie kann sie gemeinsam gelingen“ ging es darum, wie man den Klimaschutz unterschiedlichen Zielgruppen am besten näher bringt. Ganz wichtig dabei ist, die Menschen nicht nur mit Fakten, sondern auch auf emotionaler Ebene abzuholen, zum Beispiel mit KI-Simulationen von Eigenheimen. Auch spannend fanden wir den Workshop „Fit für Demokratie - mit starker Stimme, offenem Ohr und Kompromisskraft“. Dort wurde uns das Demokratiefitnessprogramm mit 10 Bereichen, die wie Muskeln trainiert werden können, vorgestellt. So trainierten wir den „Starke-Stimme-Muskel“, den „Aktives-Zuhören-Muskel“ und den „Kompromissmuskel“. Daraus gelernt haben wir, wie man in demokratischen Verhandlungsprozessen die eigene Meinung formuliert und Kompromisse schließt. „Transformation ohne Drama“ war ein weiterer Workshop, den wir mitmachten. Das Hauptthema war die These, dass in Konflikten verschiedene, wechselnde Rollen eingenommen werden und wie wir diese Dynamiken in etwas Positives und Konstruktives verwandeln. Beispielsweise wird so die eher passive „Opfer“-Rolle zu einer lösungsorientierten „Creator“-Rolle. Am wichtigsten fanden wir, dass man mit Konflikten besser umgehen kann, wenn man sich vor Augen führt, dass jeder jede Rolle in verschiedenen Situationen einnimmt. Nach diesen vielseitigen Workshops ging es am Nachmittag mit Vorträgen und Podiumsdiskussionen weiter. Prof. Dr. Mojib Latif, deutscher Meteorologe und Klimaforscher, präsentierte uns also z.B. eine Keynote mit dem Thema „Heißzeit gegen Freiheit“. Außerdem beeindruckten uns in einer der zwei Diskussionen mit dem Titel „Klimakrise - Kurswechsel: Nachhaltige Strategien für Wirtschaft und Politik“ weitere Experten wie Prof. Dr. Claudia Kempfert mit ihrem Fachwissen. Nach dem tollen Erlebnis am Donnerstag mussten wir leider am Freitag schon wieder abreisen. Doch bevor wir uns wieder in den Zug setzten, besuchten wir noch das Miniatur-Wunderland. Die Fahrt war ein super Start und Motivator in Sachen Klimaschutz für neues Schuljahr und wir sind der Munich Re Foundation sehr dankbar, dass sie uns das ermöglicht haben. Gerne wieder! ;)
Und geht hier es noch zu einer Video-Zusammenfassung des Symposiums...
Die KLIMABOTSCHAFTER