Ein Höhepunkt im Schuljahr des Camerloher-Gymnasiums sind die beiden Weihnachtskonzerte. Der Andrang war sowohl beim Konzert der „Kleinen“ (5.-8-Jahrgangsstufe) am Mittwoch, 18. Dezember, als auch beim Konzert der „Großen“ (9.-12. Jahrgangsstufe) einen Tag später so groß, dass bei weitem nicht alle Kartenwünsche erfüllt werden konnten.

Für Camerloher-Schulleiterin Andrea Bliese beginnt die Vorweihnachtszeit spätestens dann, wenn im Schulhaus ein paar Tage vor den Weihnachtskonzerten die Proben dafür beginnen. „Dann nämlich hört man aus den verschiedensten Räumen im Schulhaus die Chöre, die Orchester, die Hackbretter oder die Blechbläser klingen.“

Das Camerloher-Gymnasium ist bekannt für seine anspruchsvollen Weihnachtskonzerte. Deshalb war die Nachfrage nach den kostenlosen Eintrittskarten auch heuer wieder sehr groß. Schulleiterin Bliese freute sich deshalb, wieder so viele Zuhörer in der vollbesetzten Aula begrüßen zu dürfen und bedankte sich gleichzeitig bei allen Schülerinnen und Schülern sowie den vielen Lehrkräften, die in der hektischen Vorweihnachtszeit wieder die nötige Muße und das Durchhaltevermögen bewiesen haben, um die zwei Konzerte zu stemmen. Denn an jedem der beiden Konzerte sind über 300 Schülerinnen und Schüler beteiligt.

Das Konzert sowohl bei den „Kleinen“ am Mittwochabend als auch bei den Großen am Donnerstagabend startete jeweils sehr festlich und feierlich mit den jeweiligen Blechbläserensembles unter der Leitung von Gunther Fendler. Dass die Blechblasinstrumente am Camerloher-Gymnasium im Trend sind, zeigte sich am Mittwochabend beim Nachwuchs. Das Ensemble umfasst derzeit 33 ganz junge Blechbläserinnen und Blechbläser mit einem großartigen Können. Mit dem Marsch aus der Oper „Julius Caesar“ von Georg Friedrich Händel eröffnete das Jugendblechbläserensemble am Mittwoch das Konzert, das Blechbläserensemble der 9. bis 12. Jahrgangsstufe am Donnerstag mit der Intrade 1 aus Hans Leo Haßlers „Sieben Intraden aus dem Lustgarten“.

Für das abwechslungsreiche Programm am Mittwochabend sorgten dann weiter der Jugendchor der 5. und 6. Klassen (Leitung Ursula Bongard), das Jugendholzbläserensemble (Leitung Till Neumann), das Jugendsinfonieorchester (Leitung Marianne Brand) und der Jugendchor der 5. und 8. Klassen. In ihrem musikalischen Adventskalender hatten sie beispielsweise Stücke von Antonin Dvorak, Antonio Vivaldi oder Sebastian Bach. Oder auch das bekannte Spiritual „Good News“, mit dem der Jugendchor am Mittwochabend das Konzert enden ließ.

Beim Konzert der „Großen“ am Donnerstagabend folgten nach dem Blechbläserensemble das Holzbläserensemble (Leitung Till Neumann), das Streichorchester (Leitung Sebastian Brand), der Gemischte Chor der 9. und 10. Klassen (Leitung Verena Egger), das Symphonieorchester (Leitung Sebastian Brand) und der Chor der Oberstufe (Leitung Birgit und Gunther Brennich). Sie präsentierten neben bekannten Stücken von Wolfgang Amadeus Mozart, Pjotr Iljitsch Tschaikowsky oder Johann Sebastian Bach auch solche von zeitgenössischen Komponisten wie Wolfgang Gentner. Und dann bei den „Großen“ der fulminante Schlusspunkt mit Auszügen aus Johann Sebastians Bach Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“: zunächst das Duett „Mein Freund ist mein! Und ich mit sein!“ mit Mirian Fußeder (Sopran) und Luis Weidlich (Bass), begleitet von Charlotte von Urff (Oboe), Larissa Höcherl (Cembalo) und Fiona Gruber (Violoncello). Nach dem Schlusschoral „Gloria sein Dir Gesungen!“, interpretiert von weit mehr als zweihundert Schülerinnen der 9. bis 12. Jahrgangsstufe verdienter und lang anhaltender Applaus ein für perfektes Konzert ein. Wie hatte Schulleiterin Andrea Bliese zu Beginn des Konzertes gesagt: „Wenn unser Konzert heute Abend zu Ende ist, darf Weihnachten werden.“ Vielen herzlichen Dank für die beiden wunderschönen Konzerte. sp