ABO-Tag am 13. Oktober

„Abi ist cool.“ Und danach? Dann öffnet sich eine riesige Blase an Möglichkeiten, und plötzlich ist alles offen und nichts ist klar. Beim ersten ABO-Tag am 13. Oktober stellte sich die 12. Jahrgangsstufe deshalb drei Fragen: Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich?

Der Mutmacher-Workshop von „Mein mutiger Weg“ begann mit einem Perspektivenwechsel. Im Dialog-Karussell saßen sich in vier Runden immer neue Paare gegenüber: eine Minute sprechen, eine Minute zuhören, dann der Wechsel. Was würdest du beruflich machen, wenn Geld keine Rolle spielte? Wie möchtest du in Erinnerung bleiben? Solche Fragen hatte sich vorher kaum jemand gestellt. Und genau darin lag die Erkenntnis des Vormittags: Wir stellen uns die falschen Fragen. Andere Fragen im Leben führen zu anderen Antworten.

Die Antworten auf „Was kann ich?“ fand man nicht nur bei sich selbst. Im Stärken-Workshop überlegte zunächst jeder: Was fällt mir besonders leicht? Dann trug der Partner ein, welche Stärken er an einem sah. Und wie wahrscheinlich ist es, dass zwei Menschen dieselben Top-5-Stärken haben? Bei 1 zu 275.000.

Wie sehr Stärken zählen, zeigte eine ganz einfache Übung: „Heute ist ein schöner Tag“ schreiben, erst mit der dominanten, dann mit der nicht dominanten Hand. Derselbe Satz, einmal in Sekunden geschrieben, wird beim zweiten Mal zur Mühe. „Wenn wir immer wieder das tun, was wir natürlich gut können, kommen Spaß und Motivation häufig von ganz alleine.“ Wer seine Stärken im Beruf einsetzen kann, fühlt sich engagierter, zufriedener und selbstbewusster.

Zum Schluss wurde das eigene Leben zum Museum. Jeder Raum hatte seine eigene Frage: Was sind die schönsten Momente, die ich im Museum sehen will? Mit welchen Menschen will ich viele „Museumsmomente“ erleben? Und: Was ist für mich der Sinn oder der Antrieb meines Lebens?

 

Der ABO-Tag bot aber noch mehr als den Workshop: Frau Altenbuchinger von der Agentur für Arbeit zeigte in ihrem Vortrag, welche Berufs- und Studienmöglichkeiten nach dem Abitur offenstehen. Und wie passt das zu mir? Erste Antworten darauf lieferte im Anschluss der Berufsorientierungstest Check-U, den alle machten. Aus der riesigen Blase an Möglichkeiten wurden so greifbare Richtungen.

 

Herzlichen Dank an unsere Referentinnen!

 

Sophie Reicheneder